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23.02.2022

Europäische Union: Schweinefleischexporte 2021 rückläufig

Schweinefleisch
(c) MovingMoment - fotolia.com

Laut vorläufigen Daten der Brüsseler Kommission nahm die Ausfuhrmenge einschließlich Lebendtieren und Nebenerzeugnissen im Vergleich zu 2020 um 145.330 t oder 2,7 % auf 5,27 Mio. t Schlachtgewichtsäquivalent ab. Tatsächlich wird das Minus noch etwas größer ausgefallen sein, da der rückläufige Handel mit dem Vereinigten Königreich wegen Datenlücken noch nicht in den Zahlen enthalten ist. Die EU-Exporte auf die Insel sind von Januar bis November 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 46.370 t oder 5,3 % auf knapp 829.000 t gesunken.

Weitaus mehr als der nachlassende Handel mit Großbritannien war indes der Einbruch der Lieferungen nach China verantwortlich für die geringeren EU-Schweinefleischexporte 2021. Die Ausfuhr in die Volksrepublik nahm wegen der dort gestiegenen Eigenerzeugung im Vorjahresvergleich um 765.150 t oder 22,9 % auf 2,57 Mio. t ab; Chinas Anteil an den Gesamtexporten sank damit von 61,6 % auf 48,8 %. Auf der Erlösseite resultierte daraus eine Abnahme von 1,82 Mrd. Euro oder 25,6 % auf 5,29 Mrd. Euro. Die Einnahmen insgesamt aus dem EU-Schweinefleischexport ohne Großbritannien beliefen sich 2021 auf 11,66 Mrd. Euro; das waren 539 Mio. Euro beziehungsweise 4,4 % weniger als im Vorjahr.
Ein größerer Teil der Verluste im Chinageschäft konnte von den EU-Anbietern durch vermehrte Lieferungen in andere Drittstaaten ausgeglichen werden. So hat sich die Ausfuhr auf die Philippinen auf rund 350.200 t im Vergleich zu 2020 mehr als verdoppelt; die nach Südkorea exportierte Menge legte um fast die Hälfte auf 284.200 t zu. Zuwächse zwischen 35 % und 59 % verzeichnete zudem der EU-Schweinefleischabsatz in Vietnam, den USA, der Elfenbeinküste sowie in Neuseeland und Australien. Als drittwichtigster Kunde bestellte Japan mit 379.650 t gut 5 % mehr Schweinefleisch in der Gemeinschaft als im Vorjahr.

Während die EU-Hauptexporteure Spanien und Dänemark einen Anstieg ihrer Drittlandsverkäufe um 5 % beziehungsweise 10 % verzeichneten, mussten deutsche Anbieter wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) einen Einbruch um 54 % auf nur noch 413.160 t verkraften.

Quelle: AgE





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